Navigation und Service

[Alt + 0] - Zur Startseite[Alt + 1] - Zur Suche[Alt + 2] - Zur Hauptnavigation[Alt + 3] - Zur Subnavigation[Alt + 4] - Zum Inhalt[Alt + 5] - Kontakt
Sie sind hier: 

Geschichte der Landessonderschule für körperbehinderte und mehrfach behinderte Kinder mit dem Schulversuch "Integrative Volksschulklassen"

13. Juni 1977:

Die Steiermärkische Landesregierung beschließt die Errichtung der Landessonderschule und übernimmt die Aufgaben des Schulerhalters.

Schuljahr 1977/78:

26 körperbehinderte und mehrfach behinderte Kinder besuchen drei Klassen mit drei Lehrerinnen. Vorläufiger Standort: "Morre-Schlössl" in Tobelbad

22. Juni 1978:

Ansuchen um Genehmigung eines Schulversuchs mit ganztägiger Organisationsform (Ganztagsschule), um den Bedürfnissen der körperbehinderten Kinder besser gerecht werden zu können:

- Möglichkeit der Berücksichtigung der Tagesleistungskurve

- Aufteilung des herkömmlichen vormittäglichen Unterrichts auf Vormittag und Nachmittag. Dadurch erfahren psychisch und physisch geforderte Kinder eine entspannte Lernatmosphäre.

- Auflockerung des Tagesablaufes durch Freizeitstunden

- verbesserte Möglichkeit der Berücksichtigung der für die Kinder notwendigen Therapien (Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie) und deren Abstimmung auf die Bedürfnisse der einzelnen Kinder während des schulischen Tagesablaufs

- individuelle Lernbetreuung

Sommerferien 1978:

Verlegung des Schulstandortes nach Graz

2. Oktober 1978: 

Aufnahme des Schulbetriebs im Schulgebäude des Grazer Hirtenklosters nach  der erfolgten Verlegung des Schulstandortes

10. Oktober 1978:

Besprechung bezüglich des Schulversuchs "Ganztagsschule" im Bundesministerium für Unterricht und Kunst mit dem Ergebnis, dass es sich an dieser Schule um einen Schulversuch eigener Art in Anlehnung an die Ganztagsschule handelt. Dies war die Weichenstellung für die auf Grund der Gegebenheiten bereits unerlässliche äußere und innere Schulreform unter Bedachtnahme auf die Eigenständigkeiten einer neuen österreichischen Körper- und Mehrfachbehindertenschule ("Schulversuch eigener Art in Anlehnung an die Ganztagsschule").

20. August 1982:

Der Landesschulrat für Steiermark erlässt in seinem Verordnungsblatt einen Lehrplan für Sonderschulen für mehrfach behinderte Kinder, der von Vertretern des Bundesministeriums für Unterricht und Kunst und des Landesschulrates für Steiermark sowie den Eltern und des Lehrerkollegiums der Landessonderschule für körperbehinderte und mehrfach behinderte Kinder Graz gemeinsam erarbeitet wurde.
Die Steiermark ist somit das erste österreichische Bundesland, in dem ein Landesschulrat von dieser seit 4. Juni 1963 bestehenden Ermächtigung, Lehrpläne für Sonderschulen für mehrfach behinderte Kinder zu erlassen, Gebrauch macht.

Schuljahr 1977/78:

Der Schulversuch "Verbale Beurteilung" wird eingeführt.

Schuljahre 1978/79 bis 1994/95:

Betreuung der körperbehinderten und mehrfach behinderten Kinder in bis zu 20 Klassen in ganztägiger Schulorganisation: 43 LehrerInnen unterrichten nach allen Lehrplänen der Allgemeinen Pflichtschule (Volksschule, Hauptschule, Polytechnikum, Allgemeine Sonderschule, Sonderschule für schwerstbehinderte Kinder, Lehrplan für mehrfach behinderte Kinder)

Schuljahr 1993/94:

Die erste Integrationsklasse wird eingerichtet als Schulversuch "Integrationsklassen an Sonderschulen"


Einer der Grundgedanken war die soziale Integration vor allem körperbehinderter und mehrfach behinderter Kinder mit primär körperlicher Beeinträchtigung dadurch zu fördern, dass die für diese Kinder vorgesehene Sonderschule in der Bevölkerung noch mehr Akzeptanz erhält, wenn auch Eltern nicht behinderter Kinder diese Schule für ihre Kinder zur Schule ihrer Wahl machen. Körperbehinderte Kinder finden so weiterhin die optimalen unterrichtlichen, therapeutischen und baulichen Ressourcen vor, von denen auch nicht behinderte Kinder sehr profitieren. Die LehrerInnen der Schule bieten den Kindern alternative Unterrichtsmethoden abgestimmt auf die Bedürfnisse der Kinder und zusätzlich "Nonverbale Kommunikationssysteme", "Montessori", "Jeux dramatiques" und mehr an.

Ab dem Schuljahr 1995/96 erfolgt nach dem "Konzept 95" die intensive und auf die individuellen Bedürfnisse primär körperlich beeinträchtigter Kinder abgestimmte Förderung im Schonraum spezialisierter Sonderschulklassen (kleine Schülergruppen, die nach dem Lehrplan der Allgemeinen Sonderschule oder nach dem Lehrplan für schwerstbehinderte Kinder unterrichtet werden) durch zwei Sonderschullehrer/innen bzw. weitere spezialisierte Lehrerinnen wie Sprachheillehrerinnen mit dem Schwerpunkt nonverbale Kommunikation.

In Zusammenarbeit mit den privaten Einrichtungen Schulheim und Ambulatorium der "Mosaik GmbH zur Betreuung, Förderung und Beratung behinderter Menschen" bieten sich für die Kinder unserer Schule und deren Eltern eine weitere Besonderheit, die ein Merkmal dieser Schule ist.

Mit dem "Konzept 95" bietet die Landessonderschule für körperbehinderte und mehrfach behinderte Kinder ab diesem Schuljahr den Kindern und Eltern 9 Schwerstbehindertenklassen (Mehrstufenklassen mit maximal 8 SchülerInnen), 1 ASO-Klasse (Mehrstufenklasse mit maximal 13 SchülerInenn) und 4 Integrationsklassen im Volksschulbereich (eine Klasse pro Schulstufe) an.

Im Schuljahr 2012/13 gibt es an der Schule 7 Schwerstbehindertenklassen, eine ASO-Klasse und 4 Integrationsklassen im Volksschulbereich mit insgesamt 143 Kindern.

Die Gesamtschülerzahlen bewegen sich in den Schuljahren 2013/14 bis zum Schuljahr 2015/16 immer zwischen 148 und 155.

Die Entwicklung der Integrationsklassen geht bis ins Schuljahr 2017/18 mit 1 Familienklasse (in der Grundstufe 1 mit den Lehrplänen für die Vorschulstufe und für die 1./2. Volksschule), 2 Mehrstufenklassen und einer altershomogenen 3. bzw. 4. Integrationsklasse, die jeweils die Kinder der Familienklasse übernimmt, weiter.

 

 

 

 
  • socialbuttonssocialbuttons
    socialbuttons